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PlayStation 4
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Die PlayStation 4 (kurz PS4) ist eine stationĂ€re Spielkonsole von Sony Interactive Entertainment LLC (bis April 2016: Sony Computer Entertainment Inc.). Sie wurde als Nachfolger der PlayStation 3 am 20. Februar 2013 auf einer Pressekonferenz von Sony vorgestellt. Die MarkteinfĂŒhrung erfolgte am 15. November 2013 in Nordamerika und am 29. November 2013 in Europa, SĂŒdamerika und Australien. Die PlayStation 4 steht in direkter Konkurrenz zu Microsofts Xbox One sowie Nintendos Wii U und Nintendo Switch. Die PlayStation 4 ist die insgesamt sechste Spielkonsole der Marke PlayStation, ausgenommen Hardware-Revisionen. Am 8. Oktober 2019 wurde der Nachfolger PlayStation 5 angekĂŒndigt, die schlieĂlich im November 2020 erschien.
Contents
âą Ăbersicht
âą Geschichte
âą Modelle
âą PlayStation 4
âą ModellĂŒbersicht
âą Verkaufszahlen
âą Controller
âą PlayStation VR
âą Software
âą Betriebssysteme
âą Launchtitel
âą Hardware
âą Bildausgabe
âą Schnittstellen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Ăbersicht
Die PlayStation 4 sieht einen umfangreichen Austausch mit sozialen Netzwerken vor und zielt auĂerdem auf eine verstĂ€rkte Interaktion mit anderen EndgerĂ€ten und Dienstleistungen ab, was unter anderem die Möglichkeit beinhaltet, stationĂ€re Konsolenspiele offline auf der PlayStation Vita zu spielen (âRemote Playâ) sowie die Funktion, sein Gameplay online fĂŒr Freunde zu streamen (âShare Playâ). Erstmals erfuhr auch der Controller der PlayStation-Konsolenreihe ein neues Design und erhielt zahlreiche neue Funktionen, unter anderen verbesserte Steuerungsknöpfe, einen âShareâ-Button, der es Spielern ermöglicht, Screenshots und Gameplay-Aufzeichnungen zu tĂ€tigen und ein interaktives Touchpad, welches in einigen Spielen beispielsweise zum Heranzoomen der Karte fungiert.
Die Kritiken aus der Fachpresse zur PlayStation 4 waren Ă€uĂerst positiv, so wurde Sony vor allem fĂŒr die zahlreichen Umsetzungen von KundenwĂŒnschen, das UnterstĂŒtzen von kleineren Drittherstellern sowie das weniger strenge Digital Rights Management im Vergleich zu dem von Microsoft gelobt.
Am 7. September 2016 gab Sony bekannt, dass es zwei neue Versionen der PlayStation 4 geben wird; eine schlankere, stromsparendere, leisere und leichtere Variante namens PlayStation 4 Slim (kurz: PS4 Slim), die das Ur-Modell der PS4 ersetzen soll, erschien am 15. September 2016 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299,99 Euro (100 Euro weniger als die PS4). Eine kostenintensivere und leistungsstĂ€rkere Variante der PS4 bzw. PS4 Slim namens PlayStation 4 Pro (kurz: PS4 Pro) erschien am 10. November 2016 zu einem Preis von 399,99 Euro,cite-ref-0-5-0[5]cite-ref-ps4vgl-6-0[6] welche sowohl ĂŒber einen stĂ€rkeren Grafikprozessor als auch eine höhere Taktfrequenz der CPU verfĂŒgt, was neben weiteren meist visuellen Features auch das Spielen von einigen Titeln in UHD-Auflösung (3840 Ă 2160 Pixeln) ermöglicht. Die PS4 Pro soll laut Sony nicht die PS4 Slim ersetzen, sondern lediglich die Produktpalette des Konzerns erweitern.cite-ref-2-7-0[7]
Mit weltweit ĂŒber 106 Millionen verkauften Einheitencite-ref-8[8] (Stand: 31. Dezember 2019) und 108,9 Millionen ausgelieferten Einheitencite-ref-9[9] (Stand: 4. Februar 2020) gilt die PlayStation 4 in der letzten Konsolengeneration momentan als die Konsole mit der gröĂten Anwenderbasis und ist die fĂŒnftmeistverkaufte Spielkonsole.
Geschichte
Vorgeschichte und Entwicklung
Die Entwicklung der Konsole mit dem offiziellen Codenamen âJedaiâcite-ref-10[10] begann bereits im Jahr 2008. Die Funktion des leitenden Architekten ĂŒbernahm der US-amerikanische Spielentwickler und Programmierer Mark Cerny.cite-ref-livestream-11-0[11] Zwei Jahre zuvor, 2006, brachte Sony die PlayStation 3 aufgrund von Lieferschwierigkeiten im Vergleich zur konkurrierenden Xbox 360 von Microsoft mit einem Jahr Verzögerung in den Handel.cite-ref-12[12] Dies hatte bei der Veröffentlichung einen RĂŒckstand von ĂŒber zehn Millionen verkauften Einheiten zur Folge.cite-ref-13[13] In einem Interview aus dem Jahr 2011 bezeichnete Jim Ryan, CEO von Sony Computer Entertainment Europe, den verspĂ€teten Marktstart als Fehler und betonte, ein solches Szenario zukĂŒnftig vermeiden zu wollen.cite-ref-14[14] Insgesamt war die PlayStation 3 trotz ĂŒber 77 Millionen verkauften Einheiten zum Zeitpunkt der AnkĂŒndigung der PlayStation 4 im Januar 2013cite-ref-15[15] deutlich weniger erfolgreich als die beiden VorgĂ€ngerkonsolen PlayStation und PlayStation 2 mit 102,49 bzw. ĂŒber 155 Millionen verkauften Einheiten.
Die offizielle Vorstellung der PlayStation 4 erfolgte weiterhin vor dem Hintergrund, dass ein Nachfrageeinbruch im TV-Segment sowie ein starker Yen Sony seit 2008 groĂe Verluste beschert hatten.cite-ref-sony-16-0[16] Der Konzern hatte darauf mit mehreren UmstrukturierungsmaĂnahmen und Mitarbeiterentlassungen reagiert,cite-ref-17[17] am 1. April 2012 trat der langjĂ€hrige PlayStation-Leiter Kazuo Hirai die Nachfolge des scheidenden Konzernchefs Howard Stringer an.cite-ref-18[18] Trotzdem senkte die Ratingagentur Fitch im November 2012 die BonitĂ€tsnote des Unternehmens auf âBBâ, eine Kennzeichnung fĂŒr spekulative, möglicherweise verlustbehaftete Anleiheninvestments.cite-ref-sony-16-1[16] Dem Erfolg der neuen Konsole wurde daher eine groĂe Bedeutung fĂŒr die weitere Zukunft des gesamten Konzerns zugesprochen.cite-ref-19[19]
Anfang 2013 gelangten ĂŒber einen Leakcite-ref-20[20] die genauen technischen Daten ins Internet. Die Daten wurden spĂ€ter weitgehend bestĂ€tigt. Auch die ungefĂ€hre Form des Controllers war seit dem 14. Februar 2013 bekannt, wobei es sich bei dem aufgetauchten Bildmaterial um die Aufnahme eines noch nicht finalen Prototypen handelte.cite-ref-21[21] Zuvor hatten sich GerĂŒchte um einen Nachfolger der PlayStation 3 bereits zunehmend verdichtet.
AnkĂŒndigung und EnthĂŒllung auf der E3
Am 31. Januar 2013 stellte Sony im offiziellen PlayStation-Blog einen Teaser unter dem Namen âSee the Futureâ online, der ein PlayStation Meeting fĂŒr den 20. Februar 2013 ankĂŒndigte.cite-ref-22[22] Die Konferenz fand im Manhattan Center in New York City statt. Obwohl der eigentliche Anlass der Veranstaltung bis zu Beginn unbekannt blieb, rechnete die Presse fest mit der AnkĂŒndigung von Sonys nĂ€chster Heimkonsole.cite-ref-23[23] Sony und weitere Third-Party-Entwickler zeigten Technikdemos, welche die Physik- und Grafikleistung der Konsole unter Beweis stellen sollten, als auch zukĂŒnftige Spieletitel.cite-ref-ustream-24-0[24] Was viele Menschen ĂŒberraschend fanden, war die angekĂŒndigte Verwendung von 8 Gigabyte an damals kostspieligem GDDR5-Speicher.cite-ref-25[25] Zuvor war von Experten ein solches Szenario aus KostengrĂŒnden noch ausgeschlossen worden.cite-ref-26[26] Man zeigte den DualShock-4-Controller, nicht jedoch das Design der stationĂ€ren Hardware, da dieses zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war.cite-ref-27[27] Der Release der Konsole wurde fĂŒr das 4. Quartal 2013 angekĂŒndigt.cite-ref-ustream-24-1[24]
Nach der AnkĂŒndigung sank die Sony-Aktie geringfĂŒgig um etwa 1,77 Prozent. Die Ratingagentur Fitch bezweifelte öffentlich, ob die Konsole den aktuellen Rating-Status des Unternehmens verĂ€ndern könnte.cite-ref-28[28] In der Presse wurde insbesondere kritisiert, Sony hĂ€tte nicht das GehĂ€use der PS4 und somit auch nicht die eigentliche Konsole prĂ€sentiert.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Im Gegensatz dazu zeigte sich das Finanz- und Beratungsunternehmen Wedbush Securities beeindruckt von der PrĂ€sentation und lobte den Fokus auf Spiele.cite-ref-31[31] Insgesamt wurde der Vorstellung eine groĂe mediale Aufmerksamkeit zuteil. So wurde der offizielle PS4-Teaser zum meistangesehenen Video auf der Onlineplattform YouTube im Monat Februarcite-ref-32[32], ein Zusammenschnitt der Konferenz wurde sogar zum meistangesehenen Video des Jahres 2013.
Das GehĂ€use der Konsole wurde auf der Electronic Entertainment Expo 2013 in Los Angeles enthĂŒllt. Nur wenige Stunden nach dem Auftritt der Firma Microsoft wurde zudem der Preis der Konsole von 399,99 US-Dollar bekannt gegeben und damit deren konkurrierende Heimkonsole, die Xbox One, um 100 US-Dollar unterboten.cite-ref-33[33] Sony nutzte auĂerdem die Möglichkeit, sich offensiv fĂŒr die Möglichkeit zum Offline-Betrieb sowie einen freien Handel mit Gebrauchtspielen auszusprechen.cite-ref-34[34] Beides sollte zum damaligen Zeitpunkt aufgrund eines DRM-Systems auf der Xbox One nicht beziehungsweise nur sehr eingeschrĂ€nkt möglich sein. Microsoft verwarf diese PlĂ€ne jedoch nur wenige Wochen spĂ€ter aufgrund massiver Kritik.cite-ref-35[35]
MarkteinfĂŒhrung und Erfolg
Die PlayStation 4 wurde schlieĂlich Mitte November 2013 zuerst in den USA veröffentlicht. Europa (Ende November), groĂe Teile Asiens und Australien folgten wenige Wochen spĂ€ter.cite-ref-pcmagazin-36-0[36] Sony veröffentlichte damit weitgehend gleichzeitig mit Microsoft.
Der Absatz lag zwei Wochen nach der MarkteinfĂŒhrung deutlich ĂŒber dem der VorgĂ€ngerkonsole im selben Zeitraum.cite-ref-37[37] Zudem war das GerĂ€t vielerorts vergriffen, da Sony die hohe Nachfrage nicht decken konnte.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39] Eine flĂ€chendeckende Vollversorgung erreichte Sony erst im FrĂŒhsommer 2014. Der anfĂ€ngliche Verkaufserfolg wurde vor allem durch den vergleichsweise niedrigen Preis sowie den langen Lebenszyklus der VorgĂ€ngerkonsole begrĂŒndet.cite-ref-pcmagazin-36-1[36]
Im Juli 2015 war die PlayStation 4 laut SchĂ€tzungen mit einem weltweiten Marktanteil von ĂŒber 50 % die kommerziell mit Abstand erfolgreichste Konsole der achten Generation. In Europa lag ihr Marktanteil zu diesem Zeitpunkt zwischen 70 und 90 Prozent.cite-ref-40[40]
Verschiebung des Produktionsendes
Das Ende der Produktion der Playstation 4 war fĂŒr das Jahr 2021 vorgesehen. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Hardwarekomponenten fĂŒr die Playstation 5 und der hohen Nachfrage nach Spielkonsolen von Sony wird die Produktion der Playstation 4 jedoch 2022 fortgesetzt.cite-ref-41[41]
Modelle
PlayStation 4
Die unverbindliche Preisempfehlung der PlayStation 4 lag bei der MarkteinfĂŒhrung bei 399,99 Euro (bzw. $399,99/ÂŁ349,99) und 2017 bei 249,99 Euro. Als Form fĂŒr die Konsole wurde ein Parallelepiped gewĂ€hlt, mit einem Gewicht von 2,8 kg war sie deutlich leichter als die erste Generation der PlayStation 3, die ca. 5 kg wog. Bei Verkauf stand unmittelbar das Systemupdate 1.50 zur VerfĂŒgung, das wesentliche Funktionen, wie zum Beispiel die Wiedergabe von Film-Blu-rays oder Remote Play ermöglichte. Seit dem Systemsoftware-Update 1.75, welches am 29. Juli 2014 erschien, kann die PlayStation auch 3D-Blu-ray-Filme abspielen. Die aktuelle Systemsoftware-Version ist 11.50 (Stand: 13. MĂ€rz 2024).cite-ref-42[42]
Sony gab auf der Gamescom 2014 bekannt, dass die PlayStation 4 ab dem Systemsoftware-Update 2.0 das Uploaden von Gameplay-Videos auf YouTube ermöglicht, erweiterte Funktionen fĂŒr die Freundesliste mit sich bringt und das sogenannte Share Play kommt. Share Play erlaubt es PlayStation-Plus-Mitgliedern andere PlayStation-Plus-Mitglieder einzuladen, um ihnen virtuell den Controller in die Hand zu geben und das Spiel zu ĂŒbernehmen. Der eingeladene Spieler kann die Steuerung ĂŒber das Spiel auch ĂŒbernehmen, wenn er den Titel nicht selbst besitzt.cite-ref-43[43]
Die Produktionskosten der bei Foxconn produziertencite-ref-44[44] Konsole beliefen sich laut einer SchĂ€tzung des US-amerikanischen Unternehmens IHS auf 381 US-Dollar und lag damit 18 Dollar unter dem EinfĂŒhrungspreis in den USA.cite-ref-45[45] Sony gab zum damaligen Zeitpunkt bekannt, die Konsole mit leichtem Defizit zu verkaufen.cite-ref-46[46] Auf dem europĂ€ischen Markt konnte ĂŒber âdas gesamte Ăkosystemâ des Produkts von Beginn an Gewinn erwirtschaftet werden.cite-ref-47[47] Inzwischen konnten die Produktionskosten der Konsole verringert werden.cite-ref-48[48]
Bei Temperatur, Stromverbrauch und GerÀuschentwicklung ergeben sich folgende Werte:cite-ref-49[49]
| | Leerlauf | Blu-ray | Spiele |
|---|---|---|---|
| maximale OberflÀchentemperatur | 40 °C | 41 °C | 44 °C |
| Leistungsaufnahme | 82,5 W | 103 W | 145 W |
| GerÀuschentwicklung | 32 dB | 33,5 dB | 39,5 dB |
Die US-amerikanische Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council hat den Stromverbrauch der Spielekonsolen Xbox One und PlayStation 4 kritisiert, wonach alleine in den USA die beiden Konsolen im Standby-Modus Stromkosten in der Höhe von 400 Millionen US-Dollar pro Jahr verursachen sollen. Im Vergleich zu einem handelsĂŒblichen Blu-ray-Player braucht die Konsole fĂŒnfmal so viel Strom beim Abspielen einer Blu-ray. Die PlayStation 4 wird wegen des ineffizienten Controller-Aufladens kritisiert, bei dem die USB-AnschlĂŒsse stĂ€ndig aktiviert sind, selbst wenn kein GerĂ€t zum Aufladen angeschlossen ist. AuĂerdem brauche die PlayStation 4 beim Streamen von Videos zwischen 30 und 45 Mal mehr Energie als namentlich Streaming-GerĂ€te wie das Apple TV oder der Google Chromecast.cite-ref-50[50] Die PlayStation 4 ist in fĂŒnf AusfĂŒhrungen verfĂŒgbar: Die ersten drei verfĂŒgten noch ĂŒber eine OberflĂ€che aus Klavierlack, bei spĂ€teren AusfĂŒhrung wurde dieses aufgrund der Tatsache, dass dieses oft dafĂŒr kritisiert wurde, Kratzer zu bekommen, entfernt.
Am 22. Juni 2015 bestĂ€tigte Sony die EinfĂŒhrung eines neuen, auf einer Ăberarbeitung der Elektronik basierenden PlayStation-4-Modells mit der Modellbezeichnung CUH-12xx (x variiert von Land zu Land). Diese erste Revision der ursprĂŒnglichen PlayStation 4 verwendet das gleiche GehĂ€use wie die Urversion, verbraucht jedoch 8 Prozent weniger Strom und weist ein um 10 Prozent reduziertes Gesamtgewicht auf. Statt der ursprĂŒnglichen 16 GDDR5-Speichermodule mit einer SpeicherkapazitĂ€t von jeweils 4 Gbit ist das Modell CUH-12xx nur noch mit acht doppelt so groĂen 8-Gbit-Speichermodulen ausgestattet. Das ĂŒberarbeitete Modell hat ferner keine in Klavierlackglanz ausgefĂŒhrte Festplattenabdeckung mehr. Ăberdies wurde die LED-Statusleiste verkĂŒrzt und die berĂŒhrungsempfindlichen Ein- und Auswurfknöpfe durch mechanische Tasten mit deutlicherem Druckpunkt ersetzt. Das Modell CUH-12xx war ab Ende Juni 2015 zunĂ€chst ausschlieĂlich in asiatischen LĂ€ndern erhĂ€ltlich.cite-ref-51[51]cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]
PlayStation 4 Slim
Am 15. September 2016 wurde die PlayStation 4 Slim (PS4 Slim) in Europa mit der Modellbezeichnung CUH-2xxx eingefĂŒhrt. Das GerĂ€t ist von den Abmessungen kleiner als die ursprĂŒngliche, 2013 auf den Markt gebrachte PlayStation 4 (ca. 265 Ă 39 Ă 288 mm statt ca. 275 Ă 53 Ă 305 mm) und wiegt mit 2,1 kg deutlich weniger als die Standard-Version der PS4. Die PS4 Slim weist auĂerdem mit 165 Watt eine deutlich geringere Leistungsaufnahme auf, die aus der Umstellung der in AMD-Jaguar-Prozessorarchitektur ausgefĂŒhrten CPU vom 28- zum 16-Nanometer-Fertigungsprozess resultiert.cite-ref-ps4slim-54-0[54]cite-ref-55[55] Hinzugekommen ist mit dem neuen Modell die UnterstĂŒtzung des 5-GHz-WLAN-Bandes, weggefallen sind der TOSLINK SPDIF-Audio-Ausgang sowie die lange LED-Leuchtleiste, der Betriebszustand wird nun ĂŒber eine (mehrfarbig) beleuchtete Power-Taste angezeigt. Die PS4 Slim kostete zur MarkteinfĂŒhrung 299,99 Euro.
PlayStation 4 Pro
Am 10. Juni 2016 kĂŒndigte Andrew House, PrĂ€sident und GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Sony Interactive Entertainment, in der Financial Times erstmals eine leistungsstĂ€rkere Weiterentwicklung der PlayStation 4 an.cite-ref-56[56] Zuvor hatte es bereits GerĂŒchte ĂŒber eine neue, mit mehr CPU- und GPU-Leistung ausgestattete, aber softwarekompatible Modellvariante namens PlayStation 4 Neo gegeben, die erstmals in der Lage sein solle, bereits bestehende Spiele in UHD-Auflösung auszugeben (die PlayStation 4 unterstĂŒtzt bereits UHD-Auflösung fĂŒr die Ausgabe von Bildern und Videostreams, verfĂŒgt jedoch laut Sony nicht ĂŒber genug Rechenleistung fĂŒr die ansprechende Ausgabe von Spielen in UHDcite-ref-1-57-0[57]). Die PlayStation 4 Pro (PS4 Pro) verfĂŒgt wie bereits die PS4 und PS4 Slim ĂŒber 8 GB RAM des Typs GDDR5 und 256 MB des langsameren Typs DDR3, dieser wurde jedoch um weitere 768 MB erweitert, sodass der PS4 Pro nun insgesamt 1 GB DDR3-RAM fĂŒr Hintergrundanwendungen zur VerfĂŒgung stehen, was unter anderem dafĂŒr sorgt, dass Hintergrundanwendungen und Texturen in Spielen schneller laden.cite-ref-58[58] Als Zielgruppe nannte House sogenannte âHardcore-Gamerâ mit sehr hohen AnsprĂŒchen an die Grafik.cite-ref-59[59] Anders als die Konkurrenzkonsolen von Microsoft namens Xbox One S und Xbox One X, bietet die PS4 Pro jedoch kein UHD-fĂ€higes Blu-Ray-Laufwerk. Die neue Variante der PlayStation 4 bezeichnete House in einem weiteren Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian vom 15. Juni 2016 auch als Highend-Version einer PlayStation 4, die das weiterhin erhĂ€ltliche, gĂŒnstigere Basismodell nicht ersetzen, sondern die Produktpalette des Konzerns erweitern solle â nicht zuletzt, um die erwĂ€hnten Hardcore-Gamer von einem Wechsel auf einen spieletauglichen Computer abzuhalten.cite-ref-2-7-1[7]
Am 7. September 2016 stellte Sony die Weiterentwicklung unter dem Namen PlayStation 4 Pro mit der Modellnummer CUH-70xx offiziell vor. Mit einer auf 2,1 GHz getakteten, sprich einer um 0,5 GHz schnelleren APU sowie 18 zusĂ€tzlichen, also insgesamt 36 Grafikprozessorkernen wartet die PlayStation 4 Pro sowohl mit mehr Rechenleistung als auch besseren GrafikfĂ€higkeiten auf als die ursprĂŒngliche PlayStation 4. Die Rechenleistung der PlayStation 4 Pro ist im Vergleich zu den VorgĂ€ngermodellen PS4 und PS4 Slim von 1,84 auf 4,198 TeraFLOP/scite-ref-60[60] auf mehr als das Doppelte gestiegen.cite-ref-ps4vgl-6-1[6] Dadurch wird unter anderem die Ausgabe von via Online-Update speziell angepassten PlayStation-4-Spielen in â je nach Spiel â hochskalierter oder nativer UHD-Auflösung ermöglicht. PS4-Pro-Nutzer profitieren je nachdem, ob das jeweilige Spiel fĂŒr die neue Konsole angepasst wurde, von höheren Sichtweiten, stabileren Bildraten, KantenglĂ€ttung und/oder weiteren visuellen Features. Die PlayStation 4 Pro ist ca. 295 mm Ă 55 mm Ă 327 mm groĂ, wiegt rund 3,3 kg und weist eine Leistungsaufnahme von ca. 310 Watt im Spielbetrieb auf. Sie wird, anders als die PS4 und PS4 Slim, ĂŒber ein KaltgerĂ€tekabel mit Strom versorgt. Am 10. November 2016 wurde die PlayStation 4 Pro mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399,99 Euro auf den Markt gebracht.cite-ref-0-5-1[5]cite-ref-61[61]
Mit Erscheinen der Firmware-Version 4.5 am 9. MĂ€rz 2017 erhielt die PlayStation 4 Pro auĂerdem einen sogenannten âBoost-Modusâ (engl. âBoost Modeâ) zur Beschleunigung von Spielen, die ursprĂŒnglich fĂŒr die PlayStation 4 programmiert wurden. Mit dieser MaĂnahme soll es Besitzern der PlayStation 4 Pro ermöglicht werden, die leistungsstĂ€rkere Hardware ihrer Konsolen auch bei von den Entwicklerstudios nicht fĂŒr die neue Modellvariante optimierten Titeln ausnutzen zu können.cite-ref-firmware45-62-0[62] Insbesondere wĂŒrden durch die Erhöhung der Taktfrequenz der APU höhere Bildwiederholraten und schnellere Ladezeiten erreicht. Allerdings bleiben die 18 zusĂ€tzlichen Grafikprozessorkerne der Playstation 4 Pro im Boost-Modus ungenutzt.cite-ref-63[63] Da der Boost-Modus bei manchen Spielen möglicherweise zu KompatibilitĂ€tsproblemen fĂŒhrt, ist seine Verwendung optional.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65] In ersten unabhĂ€ngigen, bis Mitte Februar 2017 von den Online-Fachzeitschriften PC Games Hardware sowie Hardwareluxx durchgefĂŒhrten Tests der Beta-Version des Firmware-Updates 4.5 ergaben sich bei populĂ€ren Titeln wie The Witcher 3: Wild Hunt, Project Cars, Bloodborne, Dark Souls III, Doom, Just Cause 3, Assassinâs Creed Unity und Final Fantasy XIV tatsĂ€chlich spĂŒrbare, wenngleich nicht immer deutliche Leistungsverbesserungen im Boost-Modus der PlayStation 4 Pro, wĂ€hrend sich bei weiteren Verkaufsschlagern wie Grand Theft Auto V oder Far Cry Primal keine nennenswerten Leistungssteigerungen feststellen lieĂen.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
ModellĂŒbersicht
Regionen
| Region | Japan | Nordamerika | Australien | GroĂbritannien | Europa/Naher Osten | Korea | Hong Kong/Singapur | Taiwan | Russland | China | SĂŒdamerika | Nordamerika | Europa |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nummer | 00 [ 68 ] | 01 [ 69 ] | 02 | 03 [ 70 ] | 04 [ 71 ] | 05 [ 72 ] | 06 | 07 | 08 | 09 [ 73 ] | 11 | 15 | 16 |
Modelle
| Modell-Nr. | CUH-10xxA | CUH-11xxA | CUH-11xxB | CUH-12xxA | CUH-12xxB | CUH-20xxA | CUH-20xxB | CUH-21xxA | CUH-21xxB | CUH-22xxA | CUH-22xxB | CUH-70xxB | CUH-71xxB | CUH-72xxB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modellbezeichnung | PS4 | PS4 | PS4 | PS4 | PS4 | PS4 Slim | PS4 Slim | PS4 Slim | PS4 Slim | PS4 Slim | PS4 Slim | PS4 Pro | PS4 Pro | PS4 Pro |
| Erstveröffentlichung [ 74 ] | 13. November 2013 | 14. Juli 2014 | 15. Juli 2015 | 15. Juli 2015 | 15. September 2015 | 16. September 2016 | 16. September 2016 | September 2017 | September 2017 | Juli 2018 | Juli 2018 | 16. November 2016 | 17. November 2017 | November 2018 |
| FestplattengröĂe | 500 GB | 500 GB | 1 TB | 500 GB | 1 TB | 500 GB | 1 TB | 500 GB | 1 TB | 500 GB | 1 TB | 1 TB | 1 TB | 1 TB |
| maximale elektr. Leistungsaufnahme | 250 W [ 75 ] | 250 W [ 75 ] | 250 W [ 75 ] | 230 W [ 75 ] | 230 W [ 75 ] | 165 W [ 54 ] | 165 W [ 54 ] | 165 W [ 54 ] | 165 W [ 54 ] | 165 W [ 54 ] | 165 W [ 54 ] | 310 W [ 6 ] | 310 W [ 6 ] | 310 W [ 6 ] |
| Gewicht | 2,8 kg [ 75 ] | 2,8 kg [ 75 ] | 2,8 kg [ 75 ] | 2,5 kg [ 75 ] | 2,5 kg [ 75 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 2,1 kg [ 54 ] | 3,3 kg [ 6 ] | 3,3 kg [ 6 ] | 3,3 kg [ 6 ] |
| Farben (Special-Editions nicht mitgezĂ€hlt) | Schwarz | Schwarz, WeiĂ, Grau | Schwarz | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ, Silber, Gold | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ | Schwarz, WeiĂ |
| Finish | Klavierlack/Matt [ 76 ] | Klavierlack/Matt [ 76 ] | Klavierlack/Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] | Matt [ 76 ] |
| Einschalt-/Auswurf-Taste | Touch [ 77 ] | Touch [ 77 ] | Touch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] | Mechanisch [ 77 ] |
| Bluetooth -Version | Bluetooth 2.1 + EDR | Bluetooth 2.1 + EDR | Bluetooth 2.1 + EDR | Bluetooth 2.1 + EDR | Bluetooth 2.1 + EDR | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) | Bluetooth 4.0 ( LE ) |
| WLAN -Standard | 802.11 b / g / n | 802.11 b / g / n | 802.11 b / g / n | 802.11 b / g / n | 802.11 b / g / n | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac | 802.11 a/b/g/n/ac |
| HDMI -Version | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 1.4a | 2.0 | 2.0 | 2.0 |
| noch produziert | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | nein | ja | ja | nein | nein | nein |
| Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . | Alle Modelle inklusive Blu-ray -/ DVD -Laufwerk und Gigabit-Ethernet . |
Verkaufszahlen
Der Verkaufserfolg hielt Monate nach dem Launch an. Sony verkĂŒndete hierbei immer wieder neue Umsatzrekorde, womit das Unternehmen seinen Vorsprung zur fast gleichzeitig erschienenen Konsole des Konkurrenten Microsoft, der Xbox One, weiter ausbaute. Noch vor der MarkteinfĂŒhrung in Japan (22. Februar 2014) vermeldete Sony ca. 5,3 Millionen verkaufte Exemplare der Konsole.cite-ref-verkauf-78-0[78] In Zusammenhang mit Sonys Meldung von Anfang MĂ€rz 2014, bereits sechs Millionen Einheiten verkauft zu haben, bedeutete dies einen Absatz von rund 700.000 GerĂ€ten in nur zwei Wochen seit dem Japan-Release.cite-ref-79[79] Bereits am 17. April gab Sony hingegen offiziell bekannt, dass die PlayStation 4 sich insgesamt sieben Millionen Mal verkauft habe, die SoftwareverkĂ€ufe betrugen zu diesem Zeitpunkt insgesamt ca. 20,5 Millionen Spiele.cite-ref-80[80] Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Gamescom 2014 am 12. August verkĂŒndete Sony, dass seit dem Launch mehr als zehn Millionen Konsolen verkauft werden konnten.cite-ref-81[81] Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen vom Februar 2015 waren die meisten KĂ€ufer von Konsolen der 8. Generation bereits Besitzer einer Konsole der vorherigen Generation. Die wichtigsten KaufgrĂŒnde fĂŒr die PS4 waren die höhere Auflösung, die Funktion als Blu-ray-Player, die Spielebibliothek, der schnellere Prozessor und WĂŒnsche innerhalb der Familie. 59 % aller PlayStation-4-KĂ€ufer waren zuvor Besitzer einer Xbox 360. Bei der Xbox One, die zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger verkaufte Einheiten als die PlayStation 4 aufweisen konnte, betrug der Anteil der Plattformwechsler 43 %.cite-ref-82[82]cite-ref-83[83]
In Deutschland lag die Konsole nach Angaben der Gesellschaft fĂŒr Konsumforschung (GfK) vom April 2015 im Verkauf deutlich vor der Xbox One. Vom Verkaufsstart bis Ende MĂ€rz 2015 konnte Sony 1,6 Millionen Konsolen absetzen, etwa viermal so viel wie die Xbox One im gleichen Zeitraum (378.000 Einheiten).cite-ref-84[84] Die Konsole warf dabei vom ersten Tag an Gewinn ab und trug damit zum 50%igen Marktanteil der Sonyplattformen am deutschen Spielemarkt bei.cite-ref-85[85]
Mitte Mai 2016 ĂŒberschritt die Gesamtzahl sĂ€mtlicher weltweit verkaufter Exemplare der PlayStation 4 die 40-Millionen-Grenze. Pro Konsole waren zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich 6,8 Spiele ĂŒber den Einzelhandel bzw. online ĂŒber den PlayStation Store verkauft worden. Das entspricht einer Gesamtzahl von 270,9 Millionen Titeln.cite-ref-86[86]cite-ref-87[87] Anfang Dezember 2016 ĂŒberschritten die VerkĂ€ufe der PlayStation 4 die 50-Millionen-Marke. Sonys GerĂ€t lag damit zu diesem Zeitpunkt erstmals vor dem von 1990 bis 1998 produzierten Super Nintendo Entertainment System (SNES) an zwölfter Stelle der weltweit meistverkauften Spielekonsolen.cite-ref-88[88] Bis Ende April 2017 wurden global rund 60 Millionen Exemplare der Konsole abgesetzt.cite-ref-89[89] Ende des ersten Quartals 2018 lag die Zahl der verkauften Exemplare bei 76,6 Millionen.cite-ref-90[90] Bis Anfang Januar 2019 wurden weltweit 91,6 Millionen Einheiten verkauft.cite-ref-91[91] Am 30. Juli 2019 wurde bekannt, dass 100 Millionen Exemplare der PlayStation 4 verkauft wurden. Die Konsole brauchte dafĂŒr eine MarktprĂ€senz von fĂŒnf Jahren und sieben Monaten. Die PlayStation 4 erreichte die 100-Millionen-Grenze damit zwei Monate schneller als die bis zu diesem Zeitpunkt weltweit meistverkaufte Spielekonsole PlayStation 2.cite-ref-92[92]cite-ref-93[93]
Zubehör und Peripherie
Controller
â
Hauptartikel
:
DualShock#DualShock 4
Die Konsole wird mit dem DualShock-4-Controller, der weitgehend dem VorgĂ€nger, dem DualShock-3-Controller der PlayStation 3, gleicht, geliefert. Trotz identischer DatenĂŒbertragungstechnik vom Controller zur Konsole (Bluetooth und USB-Kabel) ist der DualShock-3-Controller nicht mit der PlayStation 4 kompatibel.cite-ref-94[94] Seit einem Update der PS3 ist dies nun jedoch möglich. Die Latenz wurde dem vorherigen DualShock 3 gegenĂŒber reduziert und die Rumble-Funktion verstĂ€rkt. ZusĂ€tzlich verfĂŒgt der neue Controller ĂŒber ein Touchpad sowie wie einen Audioausgang fĂŒr Kopfhörer und einen Mono-Lautsprecher fĂŒr Musik und GerĂ€usche. Daneben sind der Select- und Start-Knopf zugunsten einer Optionstaste entfernt worden.cite-ref-livestream-11-1[11] AuĂerdem wurden die beiden Analogsticks fĂŒr eine bessere Griffigkeit nach innen gewölbt. Auch die Schultertasten sind nun nach innen gekrĂŒmmt.cite-ref-95[95] Eine LeuchtflĂ€che, die sogenannte Light Bar, dient mithilfe der PlayStation-Kamera zur genauen Bestimmung des Controllers im Raum, Ă€hnlich dem Konzept der PlayStation Move. Durch verschiedene Farben können dabei mehrere Controller voneinander unterschieden werden.cite-ref-livestream-11-2[11] Zur Bewegungserkennung wurde das Sixaxis Motion-Sensing-System, bestehend aus einem 3-Achsen-Gyroskop und -Beschleunigungssensor, vom DualShock 3 ĂŒbernommen.cite-ref-ds4-und-ps4eye-96-0[96] Die sogenannte Share-Taste erlaubt online die Veröffentlichung von aufgezeichnetem Gameplay. FĂŒr die Videoaufzeichnung und -bereitstellung verfĂŒgt die Konsole ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Computerchip.cite-ref-livestream-11-3[11] Neben dem DualShock 4 als Standardcontroller lassen sich auch PlayStation Move oder die PlayStation Vita, Sonys aktuelle Mobilkonsole, als SteuerungsgerĂ€te verwenden. Die Move-Controller der PlayStation 3 werden weiterhin unterstĂŒtzt.cite-ref-97[97]
Mit der Veröffentlichung der PlayStation 4 Slim im Herbst 2016 erschien eine ĂŒberarbeitete Version des DualShock-4-Controllers. Neben einer geringfĂŒgig verĂ€nderten Farbgebung und MaterialoberflĂ€che ist bei der neuen Version die Light Bar zusĂ€tzlich am oberen Rand des Touchpads sichtbar.cite-ref-98[98] Ebenso kann der neue Controller die Eingabesignale nun auch direkt ĂŒber das USB-Kabel an die Konsole ĂŒbertragen, wodurch sich die Latenzzeit gegenĂŒber der kabellosen Bluetooth-Verbindung reduziert.cite-ref-99[99] Dieser ĂŒberarbeitete Controller ist im Lieferumfang der PS4 Slim und PS4 Pro enthalten.
PlayStation Camera
â
Hauptartikel
:
PlayStation Camera
Bei der PlayStation Camera handelt es sich um eine Weiterentwicklung der PlayStation Eye fĂŒr die PS3. Ein Dual-Kamera-System erlaubt Ă€hnlich zu Microsofts Kinect eine Tiefenwahrnehmung der Umgebung.cite-ref-100[100] Alternativ können die beiden Kameras fĂŒr voneinander unterschiedliche Aufgaben zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann ein Sensor zur Bewegungserkennung verwendet werden und die zweite Kamera simultan einen Videomitschnitt aufzeichnen.cite-ref-101[101]
PlayStation VR
â
Hauptartikel
:
PlayStation VR
Sony stellte im November 2014 auf der Game Developers Conference ihr Virtual-Reality-Headset vor.cite-ref-102[102] Der Prototyp mit der Bezeichnung Project Morpheus bot eine volle 1080p-Auflösung mit einem 90-Grad-Sichtwinkel. Sony will zusĂ€tzlich sein VR-System mit Beschleunigungs- und Lagesensoren ausstatten und mit einer PlayStation-Kamera kombinieren. Das GerĂ€t funktioniert momentan nur mit Kabel und Sony plant derzeit keine Wireless-Version. Zu der Ausstattung soll ebenfalls eine 3D-Sound-Technologie gehören. Der Name wurde auf der Tokyo Game Show im September 2015 offiziell von Project Morpheus auf PlayStation VR geĂ€ndert.cite-ref-103[103] Im MĂ€rz 2016 gab Sony bekannt, dass PlayStation VR im Oktober 2016 erscheinen soll.cite-ref-releasevr-104-0[104] Die Steuerung erfolgt mittels DualShock-4-Controller oder dem bewegungsempfindlichen Controller PlayStation Move. Die PlayStation VR verfĂŒgt ĂŒber ein 5,7 Zoll groĂes Full-HD-OLED-Panel mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, die jedoch nicht bei jedem Spiel unterstĂŒtzt wird.cite-ref-105[105] Der offizielle Verkaufsstart von PlayStation VR war am 13. Oktober 2016 und die UVP betrug ohne Kamera 399,99 Eurocite-ref-releasevr-104-1[104], wurde spĂ€ter jedoch auf 299,99 Euro gesenkt. Sony gab bekannt, dass sich die PlayStation VR mittlerweile ĂŒber drei Millionen Mal verkauft hat.cite-ref-106[106] Auf der PS4 Pro bieten einige PS VR-Titel eine höhere Sichtweite, stabilere Bildraten, höhere Auflösungen, KantenglĂ€ttung und/oder weitere visuelle Features.cite-ref-107[107]
Erweiterungsfunktionen
Remote Play
Ăber das von Sony âRemote Playâ getaufte Feature kann die Vita PS4-Spiele anzeigen und steuern. Auch die PlayStation 3 unterstĂŒtzt bereits das Streamen von einigen Spielen auf die Vita, bei der PS4 soll dies laut ShĆ«hei Yoshida, dem PrĂ€sidenten der SCE Worldwide Studios, aber mit mehr Spielen funktionieren. Durch den Aufkauf von Gaikai entwickelte Sony eine neue Methode, mit welcher die Ăbertragung der Inhalte mit einer wesentlich niedrigeren Latenz möglich ist, als es bei der PS3 der Fall ist.cite-ref-108[108]cite-ref-109[109]
Durch Remote Play können alle Spiele, die nicht die PlayStation-Kamera benötigen, auf der Vita gespielt werden. Bei Remote Play verbindet sich die PlayStation Vita entweder ĂŒber eine direkte WLAN-Verbindung, die WLAN-Verbindung des heimischen Netzwerks (Access Point) oder ĂŒber das Internet mit der PlayStation 4. Nach der Verbindung kann der volle Inhalt des am Bildschirm ausgegebenen Signals auf der Vita gesehen werden. Ausnahmen bilden dabei Medien-Anwendungen oder die Wiedergabe von Blu-rays. ZusĂ€tzlich kann die PlayStation 4 ĂŒber die Vita gesteuert werden. Da der Vita zwei Knöpfe und die drucksensitiven Analog-Sticks des DualShock-4-Controllers fehlen, werden diese Funktionen auf das rĂŒckseitige Touchpad der Vita abgebildet. Einige Spiele bieten zudem eine eigene Steuerung fĂŒr Remote Play an, die speziell auf die Vita ausgerichtet ist.cite-ref-110[110]
PlayStation App
Die PlayStation App ermöglicht die Verbindung zu mobilen Plattformen (wie Smartphones oder Tablets) und deren Nutzung als zweiten Bildschirm. UnterstĂŒtzt werden sowohl Android- als auch iOS-GerĂ€te. Des Weiteren kann man etwas mit der App zeichnen und es dann auf der PlayStation wiedergeben.
Software
Betriebssysteme
Beim nativ auf der PlayStation 4 vorinstallierten Betriebssystem soll es sich um das von Sony selbst entwickelte OrbisOS handeln. Es wird angenommen, dass es sich Àhnlich wie bei der PlayStation 3 um ein auf FreeBSD 9 basierendes unixoides System handelt.cite-ref-betriebssystem-111-0[111]cite-ref-playstation-112-0[112]
Am 12. Januar 2017 wurde bekannt, dass Sony die Beta-Version eines Firmware-Updates mit der Versionsnummer 4.5 fĂŒr die PlayStation 4 fertiggestellt und zum Testen freigegeben habe.cite-ref-113[113]cite-ref-114[114] Die Testversion des unter dem firmeninternen Codenamen âSasukeâcite-ref-115[115] entwickelten Firmware-Updates enthĂ€lt neben der Möglichkeit des Anschlusses externer Festplatten mit einer SpeicherkapazitĂ€t von bis zu 8 TB ĂŒber die USB-Schnittstelle, der Möglichkeit zum Abspielen von 3D-Blu-rays ĂŒber das Head-Mounted Display PlayStation VR und Ănderungen bei der MenĂŒfĂŒhrung sowie der Möglichkeit der Verwendung eigener Hintergrundbilder.cite-ref-firmware45-62-1[62]cite-ref-116[116]cite-ref-117[117] Am 9. MĂ€rz 2017 wurde die finale Version des Firmware-Updates 4.5 von Sony zum Download freigegeben.cite-ref-118[118] Neben den bereits genannten Zusatzfunktionen umfasst sie weitere neue Optionen. Beispielsweise ermöglicht die Endversion je nach gewĂ€hlter BildschirmgröĂe die Verwendung unterschiedlicher Bildwiederholfrequenzen im Kinomodus von PlayStation VR. Bei Aktivierung der Remote-Play-Funktion ermöglicht das Firmware-Update 4.5 ĂŒberdies nunmehr auch Sprach-Chats unter Microsoft Windows 10, macOS sowie auf Xperia-GerĂ€ten von Sony.cite-ref-119[119]cite-ref-120[120]cite-ref-121[121]
Launchtitel
Am Launch-Tag der PlayStation 4 waren folgende Spiele erhÀltlich:cite-ref-123[123]
âą Angry Birds: Star Warscite-ref-124[124]
âą Battlefield 4
âą Driveclub
âą FIFA 14
⹠Injustice: Götter unter unscite-ref-125[125]
âą Just Dance 2014
âą Knack
âą Madden NFL 25
âą NBA 2K14
âą NBA Live 14
âą Watch Dogs
ZusĂ€tzlich erschienen am Launch-Tag weitere Spiele ausschlieĂlich als Download:
âą Basement Crawl
âą Blacklight: Retribution
âą Contrast
âą Counterspy
âą Doki-Doki Universe
âą DC Universe Online
âą Flower
âą Hohokum
âą Minecraft
âą N++
âą Pinball Arcade
âą PlanetSide 2
âą Pool Nation Extreme
âą ResoGun
âą Super Motherload
âą Tiny Brains
âą Warframe
âą War Thunder
PlayStation-4-Spiele sind weltweit abspielbar. Es gibt wie bereits bei der VorgÀngerkonsole keinerlei regionale BeschrÀnkungen.cite-ref-noregionlock-126-0[126]
Siehe auch
: Kategorie:PlayStation-4-Spiel
BenutzeroberflÀche
Das Design der BenutzeroberflĂ€che orientiert sich am Aussehen des PSN-Stores zum Zeitpunkt der PS4-AnkĂŒndigung. Im Gegenzug wurden sĂ€mtliche Elemente der frĂŒheren XrossMediaBar entfernt.cite-ref-127[127] Das OS erlaubt zudem Multitasking. Beispielsweise ist es möglich, den Internet-Browser aufzurufen ohne ein aktuelles Spiel beenden zu mĂŒssen.cite-ref-specs-128-0[128] Hierzu gehört auch die Integration eines Cross-Game-Chats,cite-ref-129[129] welcher trotz groĂer Nachfrage von der VorgĂ€ngerkonsole nicht unterstĂŒtzt worden ist.cite-ref-130[130] FĂŒr den Cross-Game-Chat wird kein PS-Plus-Abo benötigt.cite-ref-131[131] Der ĂŒberwiegende Teil der OberflĂ€che wird mit WebGL realisiert und durch eine, auf der WebKit-Engine basierenden, Renderengine dargestellt.cite-ref-132[132]
AbwÀrtskompatibilitÀt
Die PlayStation 4 ist nicht in der Lage, PlayStation-3-Spiele nativ, das heiĂt direkt auf der Hardware ausgefĂŒhrt, wiederzugeben (fehlende AbwĂ€rtskompatibilitĂ€t). Stattdessen plant Sony, sowohl PS1-, PS2- als auch PS3-Software ĂŒber den Internetdienst âPlayStation Nowâ zu streamen. Die dazu benötigte Technik soll die Firma Gaikai, ein Cloud-Computing-Unternehmen, das von Sony im Jahr 2012 aufgekauft wurde, bereitstellen. Der Dienst war bei der Veröffentlichung der Konsole noch nicht verfĂŒgbar. Anfang 2014 startet der Dienst erstmals in den USA. Seit 24. August 2017 ist der Dienst in Deutschland verfĂŒgbar.cite-ref-133[133] WĂ€hrend der CES 2014 hat Sony den Service mit dem Namen âPlayStation Nowâ vorgestellt und die ersten beiden Spiele The Last of Us von Naughty Dog und Beyond: Two Souls von Quantic Dream bestĂ€tigt.cite-ref-134[134]cite-ref-135[135]cite-ref-136[136]cite-ref-137[137] Seit Dezember 2015 sind einige PlayStation-2-Spiele im PlayStation Store öffentlich gemacht worden, wie Grand Theft Auto San Andreas, Grand Theft Auto Vice City oder Grand Theft Auto III.cite-ref-138[138]
Informationen zur Nutzung von Gebrauchtspielen
Als im Mai 2013 bekannt wurde, dass die konkurrierende Xbox One ĂŒber ein System verfĂŒgt, welches die Nutzung von gebrauchten Spielen einschrĂ€nkt, wurde unter groĂer öffentlicher Beteiligung eine Twitter-Kampagne gestartet. Diese sollte Sony darauf hinweisen, dass die Spieler selbst derartige Restriktionen streng ablehnen. Auf diese Kampagne reagierten einzelne Mitarbeiter von Sony positiv, ein offizielles Statement der Firma blieb zunĂ€chst allerdings aus.cite-ref-139[139]
Im Juni nutzte Sony die Computerspielemesse E3 in Los Angeles, um öffentlich klarzustellen, die PlayStation 4 werde ĂŒber keinerlei Gebrauchtspielsperren verfĂŒgen.cite-ref-140[140] Eine Ausnahme bildet die Online-Nutzung von Gebrauchtsoftware. An dieser Stelle ĂŒberlĂ€sst Sony den einzelnen Verlegern, ob ein bereits als gebraucht erworbenes Spiel erneut zum Beispiel im Online-Multiplayer genutzt werden kann.cite-ref-141[141]cite-ref-142[142] Eine Umsetzung ĂŒber OnlinepĂ€sse erlaube Sony laut Scott Rohde, Chef der Abteilung Software-Entwicklung bei Sony, dabei allerdings nicht, da die Nutzer bereits ĂŒber PlayStationPlus fĂŒr die Nutzung von Onlinefunktionen zahlen mĂŒssten und ein doppeltes Zahlen verhindert werden solle. Gleichzeitig rĂ€umte er aber auch ein, dass man den groĂen Publishern nur sehr schwer vorschreiben könne, wie sie diese Dinge exakt handhaben, auch wenn er sich persönlich nur schwer vorstellen könne, dass irgendein groĂer Publisher solche Systeme aufgrund der entsprechenden negativen Wirkung anwenden wĂŒrde.cite-ref-143[143]
Programmierschnittstellen und Entwicklungsumgebung
Zum Einsatz kommen zwei unterschiedliche APIs, die zukĂŒnftig zu einer einzigen verschmolzen werden sollen:
âą GNM (Low Level)
âą GNMX (High Level)
GNM erlaubt eine hardwarenahe Programmierung der Konsole. Auf High-Level-Ebene kommt hingegen GNMX zum Einsatz, die GNM förmlich umschlieĂt (daher auch die Bezeichnung Wrapper-API) und auf der einfacher zu entwickeln ist.cite-ref-147[147] Das Feature-Set ist mit OpenGL 4.4 sowie DirectX 11.2 vergleichbar und geht stellenweise noch darĂŒber hinaus. FĂŒr den Grafikprozessor wurde eine eigene Shadersprache mit dem Namen PSSL entwickelt, die ebenso einen deutlich direkteren Zugriff auf die Hardware als beim Computer ermöglichen soll.cite-ref-ps4-inside-148-0[148]cite-ref-gdc13-149-0[149]
Als Entwicklungsumgebung kommt Visual Studio 2010 sowie Visual Studio 2012 unter Microsoft Windows 7 zum Einsatz. Vorab integriert sind diverse Tools, unter anderem zur statischen sowie der Echtzeitanalyse von CPU- und GPU-Performance. Beim Compiler greift Sony auf LLVM zurĂŒck, der neben einer Open-Source-Community auch vom Unternehmen selbst regelmĂ€Ăig erweitert wird.cite-ref-gdc13-149-1[149]
Hardware
Technische Spezifikationen
Die Hardware wurde von AMD in Kooperation mit Sony als Accelerated Processing Unit (APU) realisiert. Der Haupt- (CPU) und Grafikprozessor (GPU) sind auf einem gemeinsamen Die vereinigt.cite-ref-specs-128-1[128]cite-ref-livestream-11-4[11] AMD beschreibt die Hardware als âsemi-customâcite-ref-150[150] und sah in der PS4 die leistungsfĂ€higste APU, die von dem Unternehmen bis dahin entwickelt worden war.cite-ref-151[151]
Die Grafikeinheit besteht aus 18 (bei der PS4 Pro 36) Rechengruppen, den sogenannten Compute Units. Deren 1,84 (bei der PS4 Pro 4,198) TFLOPS Rechenleistung kann frei fĂŒr Grafik-, Simulationsaufgaben oder eine Mischung der beiden verwendet werden.cite-ref-specs-128-2[128]cite-ref-ps4vgl-6-4[6] Bei der PlayStation 4 sind insgesamt 20 Compute Units verbaut, zwei davon sind allerdings zur höheren Chipausbeute deaktiviert.cite-ref-152[152] Die GPU taktet mit 800 MHz (bei der PS4 Pro 911 MHz) und basiert auf einem âDirectX 11.2+ Feature Setâ,cite-ref-ps4-inside-148-1[148] welches um diverse Custom-Features erweitert wurde.cite-ref-gdc13-149-2[149]cite-ref-153[153] Die Modifikationen erweitern den Befehlssatz um spezielle Intrinsics und verbessern insbesondere die Verwendung des Grafikprozessors fĂŒr General-Purpose-Anwendungen (GPGPU).cite-ref-ps4-inside-148-2[148] So wurde unter anderem die Anzahl von Compute-Befehlen unter GCN von zwei auf 64 erhöht.cite-ref-154[154]
Der Hauptprozessor basiert auf AMDs Jaguar-Reihe mit 1,6cite-ref-amd-developer-summit-155-0[155]cite-ref-156[156] (bei der PS4 Pro 2,1) GHz Taktrate in einer AusfĂŒhrung als Acht-Kern-Prozessor. Diese sind in zwei Vier-Kern-Gruppen aufgeteilt, welche sich jeweils 2 MiB L2-Cache teilen. Jedem Kern steht weiterhin ein eigener 32 KiB L1-I-Cache und -D-Cache zur VerfĂŒgung. Neben dem Einsatz von 128-Bit-ALUs sowie mehreren Leveln an Sprungvorhersagen zeichnet sich der Prozessor vorwiegend durch die Verwendung einer x86-Architektur mit 64-Bit-Erweiterung aus.cite-ref-gdc13-149-3[149] Diese löst die auf der Konsole bisher verwendeten RISC-Architekturen wie IBM Power ab. FĂŒr Spiele standen zunĂ€chst sechs der acht Kerne zur VerfĂŒgung, die restlichen Prozessoren wurden von dem Betriebssystem reserviert.cite-ref-157[157] Ende November 2015 wurde bekannt, dass Sony seit kurzem den Entwicklern auch die Möglichkeit bietet, den siebten Prozessorkern fĂŒr Spiele zu verwenden.cite-ref-158[158]
ZusĂ€tzlich verfĂŒgt die PS4 ĂŒber eine Reihe dedizierter Chips fĂŒr Installationen, Daten-Uploads und -Downloads im Hintergrund oder im Sleep-Modus,cite-ref-livestream-11-5[11] sowie zur Aufnahme von Gameplayvideos.cite-ref-specs-128-3[128] Darunter befindet sich ebenfalls ein Audioprozessor basierend auf AMDs TrueAudio-Technologie,cite-ref-159[159]cite-ref-160[160] der eigenstĂ€ndig die De- und Kompression verschiedener Soundformate ĂŒbernehmen kann.cite-ref-161[161] Haupt- und Grafikprozessor werden fĂŒr diese Aufgaben nicht beansprucht und somit entlastet.
Zum Einsatz kommen 8 GByte Arbeitsspeicher des Typs GDDR5 mit 176cite-ref-specs-128-4[128] (bei der PlayStation 4 Pro 218) GByte/s Bandbreite. Der Speicherzugriff erfolgt ĂŒber einen 256 Bit breiten Bus bei einer effektiven Taktrate von 5,5 GHz.cite-ref-gdc13-149-4[149] CPU und GPU schreiben Daten in einen gemeinsamen Adressbereich und können diesen vollstĂ€ndig auslesen (hUMA).cite-ref-amd-developer-summit-155-1[155]cite-ref-162[162]cite-ref-163[163] KopiervorgĂ€nge zwischen beiden Einheiten, wie in einem konventionellen System mit getrennten Speicherpartitionen, entfallen. DarĂŒber hinaus befinden sich auf der Hauptplatine 256 MB DDR3-RAM sowie 32 MB Flash-Speicher fĂŒr den Low-Power-Prozessor fĂŒr Netzwerk-Aufgaben.cite-ref-164[164] Die PlayStation 4 Pro verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber 1 GB DDR3-Arbeitsspeicher, welcher fĂŒr die Zwischenspeicherung von App-Daten verwendet wird. Das erlaubt Spielen auf der PlayStation 4 Pro 512 MB mehr Speicher des 8-GB-Hauptspeichers zu verwenden (insgesamt 5,5 GB).cite-ref-165[165]
Kamera â PlayStation Camera
Controller â DualShock 4
Bildausgabe
Die PlayStation 4 unterstĂŒtzt eine Auflösung von bis zu 3840Ă2160 Pixeln (4K Ultra HD). Diese Auflösung kam bis zur Playstation 4 Pro allerdings nur bei Bildern und Videos zum Einsatz. Bis dahin reichte die Leistung der Konsole dafĂŒr bei Spielen laut ShĆ«hei Yoshida nicht aus.cite-ref-1-57-1[57]
Abspielmedien und Geschwindigkeiten
âą 6Ă Blu-ray Disc (nur auslesen)cite-ref-specs-128-6[128] mit 27 MByte/s (maximal 50 GB Dual-Layer)cite-ref-gdc13-149-5[149]
Schnittstellen
Literatur
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